Vielleicht hören Sie Freunde oft sagen: „An heißen Sommertagen muss man scharfen Hotpot essen! Nachdem man richtig geschwitzt hat, fühlt sich der Körper erst so richtig kühl und erfrischt an!“
In Regionen mit drückender Sommerhitze wie Thailand oder Sichuan ist eine scharfe Esskultur absolut unverzichtbar.
Hat das tatsächlich einen wissenschaftlichen Hintergrund oder ist es ein reiner psychologischer Effekt?
Wie täuscht scharfes Essen das Gehirn?
Dass scharfes Essen Menschen zum Schwitzen bringt und Hitze abgibt, liegt hauptsächlich am Kernwirkstoff der Chilischote: Capsaicin!
Wenn wir scharfes Essen zu uns nehmen, stimuliert Capsaicin direkt die TRPV1-Schmerz- und Temperaturrezeptoren im Mund und auf der Zunge.
Sobald der
TRPV1-Rezeptor aktiviert wird, glaubt das Gehirn fälschlicherweise, dass sich der Körper in einer Umgebung mit hoher Temperatur befindet, und startet umgehend starkes Schwitzen und Mikrogefäßerweiterung!
Die Befehle, die nach der Täuschung des Gehirns erteilt werden, lassen die Schweißdrüsen des gesamten Körpers weit öffnen, weshalb man beim scharfen Essen so stark schwitzt.
Die Luftfeuchtigkeit ist der entscheidende Faktor für die Kühlwirkung von scharfem Essen
Kann man sich durch Schwitzen beim scharfen Essen wirklich abkühlen? Die Antwort hängt davon ab, in welchem Klima Sie sich befinden!
| Umweltklima | Repräsentative Regionen | Kühlwirkung durch Schwitzen |
|---|---|---|
| Trocken-heiße Regionen | Mexiko, Nordindien | Schweiß verdunstet schnell und nimmt Hitze mit, was zu einer deutlichen Abkühlung führt |
| Feucht-heiße Regionen | Taiwan, Südostasiatische Küsten | Die Luftfeuchtigkeit ist zu hoch und der Schweiß verdunstet nicht, wodurch man sich eher klebrig und schwül fühlt |
In Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit, in denen die relative Luftfeuchtigkeit oft 70 % überschreitet, bleibt der Schweiß vom scharfen Essen einfach auf der Haut kleben. Ohne Ventilator oder eine leichte Brise fühlt man sich nur noch drückender und unbehaglicher!
Warum isst man in feucht-heißen Regionen trotzdem gewohnheitsmäßig scharf?
Da die Kühlwirkung von scharfem Essen in schwülen Regionen nachlässt, warum behalten viele tropische Regionen die traditionelle Gewohnheit bei, scharf zu essen?
1. Natürliche antibakterielle Wirkung und Lebensmittelsicherheit
In alten Zeiten ohne Kühlschränke führten hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit in Tropen und Subtropen leicht zum Verderben von Lebensmitteln.
Die phytochemicalen Bestandteile scharfer Gewürze besitzen natürliche antibakterielle Eigenschaften, verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln und gewährleisten die Lebensmittelsicherheit.
2. Anregung des Speichelflusses und Appetitsteigerung
Extreme Sommerhitze führt dazu, dass Blut zur Hitzeabgabe an die Körperoberfläche umgeleitet wird, wodurch die Durchblutung des Verdauungssystems sinkt und Appetitlosigkeit entsteht.
Angemessene Schärfe kann die Absonderung von Speichel und Magensäure anregen, den Appetit anregen und den Geist erfrischen.
Psychologischer Kontrasteffekt und Frischegefühl
Neben der physiologischen Schwitzreaktion rührt das Frischegefühl nach dem Verzehr scharfer Speisen auch von einem interessanten psychologischen „Kontrasteffekt“ her.
Während des Essens fühlt sich der Körper extrem heiß an; sobald man aufhört zu essen und ein kühler Wind weht, erzeugt der riesige Temperaturunterschied im Gehirn die Illusion, „sofort wunderbar abgekühlt zu sein“.
Scharfes Essen kann zwar den Schwitzmechanismus aktivieren, aber in feuchten Umgebungen führt es ohne Ventilatorwind nur dazu, dass man schweißgebadet und noch unbehaglicher ist!
Wenn Sie im nächsten Sommer scharfe Köstlichkeiten genießen, denken Sie daran, Ventilator und Entfeuchter bereitzuhalten, um den kühlenden Genuss voll zu erleben!