Pulsieren Ihre Schläfen, ist Ihr Hinterkopf angespannt oder fühlt sich Ihr ganzer Kopf an, als trüge er einen zu engen Stirnreif? Haben Sie bemerkt, dass der Ort Ihres Kopfschmerzes scheinbar jedes Mal anders ist?
Tatsächlich können Sie allein anhand der Frage, „wo es wehtut“, vorläufig bestimmen, welchen Kopfschmerz-Typ Sie haben.
Verschiedene Orte, verschiedene Kopfschmerz-Typen
Es gibt viele Arten von Kopfschmerzen, aber die Orte, an denen sie auftreten, folgen oft einem Muster. Indem Sie Kopfschmerzen grob in drei Bereiche unterteilen, können Sie Ihre eigenen Beschwerden leichter zuordnen.
Spannungsgefühl im gesamten Kopf oder Hinterkopf: Spannungskopfschmerz
Dies ist die häufigste Art von Kopfschmerzen, die etwa 70 % der Menschen bereits erlebt haben.
Es fühlt sich an, als ob ein unsichtbares Band von der Stirn um den Hinterkopf gewickelt wäre und den gesamten Kopf fest einschnürt. Der Schmerz wird eher als dumpfer, drückender Schmerz beschrieben und nicht als pulsierender Schmerz, der wie ein Herzschlag pocht.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Ort | Der gesamte Kopf, insbesondere der Hinterkopf und beide Schläfen |
| Empfindung | Ein drückendes Gefühl, als ob der Kopf fest in einen Verband eingewickelt wäre |
| Intensität | Leicht bis mittelschwer, beeinträchtigt in der Regel nicht die täglichen Aktivitäten |
| Häufige Auslöser | Hoher Stress, Schlafmangel, zu langes Starren auf Bildschirme, verspannte Nacken- und Schultermuskulatur |
Spannungskopfschmerzensind zwar nicht extrem stark, treten aber so häufig auf, dass ihre kumulative Auswirkung auf die Lebensqualität nicht unterschätzt werden sollte.
Pulsierender Schmerz auf einer oder beiden Seiten: Migräne
Der Name Migräne ist etwas irreführend, da der Schmerz keineswegs nur auf einer Seite auftreten muss.
Eine typische Migräne zeichnet sich durch einen pulsierenden Schmerz aus, der wie ein Herzschlag pocht, und geht oft mit einer Reihe von Begleitsymptomen einher.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Ort | Beginnt meist an einer Schläfe und breitet sich manchmal über den gesamten Kopf aus |
| Empfindung | Pulsierender Schmerz, wie pochende Blutgefäße |
| Intensität | Mittelschwer bis schwer, sodass Sie sich am liebsten nur hinlegen und nicht bewegen möchten |
| Begleitsymptome | Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, Lärmempfindlichkeit |
| Dauer | Hält 4 bis 72 Stunden an |
Manche Menschen erleben etwa 20 bis 60 Minuten vor einer Migräne-Attacke ein Phänomen namens „Aura“, wie plötzliche Lichtblitze, zackige helle Linien oder vorübergehende blinde Flecken im Sichtfeld.
Wenn Sie dies schon einmal erlebt haben, handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um eine Migräne.
Starke Schmerzen um die Augenhöhle: Cluster-Kopfschmerz
Der Cluster-Kopfschmerz ist relativ selten, aber die Schmerzintensität ist so extrem, dass er auch als „Selbstmord-Kopfschmerz“ bezeichnet wird. Schon der Name verrät, wie quälend er ist.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Ort | Konzentriert in einer Augenhöhle oder um die Augenhöhle herum |
| Empfindung | Als würde ein glühender Eisennagel in das Auge gebohrt |
| Intensität | Extrem stark, macht es unmöglich, stillzuhalten |
| Begleitsymptome | Tränenfluss im Auge der betroffenen Seite, Rötung der Bindehaut, verstopfte oder laufende Nase, hängendes Augenlid |
| Dauer | 15 Minuten bis 3 Stunden pro Episode, wiederholt sich über mehrere Wochen hinweg |
Der Cluster-Kopfschmerz hat ein merkwürdiges Muster: Er tritt gerne zu einer festen Uhrzeit auf, insbesondere mitten in der Nacht oder am frühen Morgen, und weckt Sie wie ein Wecker pünktlich mit unerträglichen Schmerzen auf.
Den Schmerzort zu betrachten reicht nicht aus? Diese Hinweise sind ebenfalls wichtig
Der Schmerzort ist zwar ein hervorragender Ausgangspunkt zur Bestimmung des Kopfschmerz-Typs, aber nicht die einzige Grundlage.
Migräne kann manchmal auf beiden Seiten schmerzen, und Spannungskopfschmerzen konzentrieren sich gelegentlich nur auf eine Seite. Wie können Sie sie weiter unterscheiden? Neben der Frage, „wo es wehtut“, sollten Sie auch diese drei Beobachtungsdimensionen einbeziehen.
Wie „fühlt“ sich der Schmerz an?
| Schmerzempfindung | Möglicher Kopfschmerz-Typ |
|---|---|
| Dumpf, drückend, wie zusammengepresst | Spannungskopfschmerz |
| Pulsierend, pochend wie ein Herzschlag | Migräne |
| Scharf stechend, wie gebohrt | Cluster-Kopfschmerz |
Gibt es Begleitsymptome?
Dies ist oft der stärkste Hinweis, um Kopfschmerz-Typen voneinander zu unterscheiden.
| Symptome | Möglicher Kopfschmerz-Typ |
|---|---|
| Steifer Nacken und Schultern, Druck auf beiden Schläfen | Typische Kombination bei Spannungskopfschmerzen |
| Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, Lärmempfindlichkeit | Fast ein Alleinstellungsmerkmal der Migräne |
| Tränenfluss auf derselben Seite, verstopfte Nase, Gesichtsschweiß | Weist auf Cluster-Kopfschmerzen hin |
Wie lange dauert es? Wie oft tritt es auf?
| Kopfschmerz-Typ | Dauer einer einzelnen Episode | Häufigkeit der Attacken |
|---|---|---|
| Spannungskopfschmerz | 30 Minuten bis zu mehreren Tagen | Gelegentlich oder fast täglich |
| Migräne | 4 bis 72 Stunden | Mehrmals im Monat |
| Cluster-Kopfschmerz | 15 Minuten bis 3 Stunden | Häufige Attacken über mehrere Wochen, verschwindet dann für Monate |
Das Zusammensetzen der vier Dimensionen Ort + Empfindung + Begleitsymptome + zeitliches Muster ist wie ein Puzzle; das Profil Ihres Kopfschmerzes wird dadurch immer deutlicher.
Das nächste Mal bei Kopfschmerzen: Erst beobachten, dann handeln
Wenn Kopfschmerzen auftreten, greifen Sie nicht sofort zu Tabletten. Nehmen Sie sich ein paar Sekunden Zeit, um in sich hineinzufühlen:
Wo tut es weh? Wie tut es weh? Gibt es andere Empfindungen?
Dies hilft Ihnen nicht nur, eine geeignetere Methode zur Linderung zu finden,
- Ein
Spannungskopfschmerzlässt sich eventuell durch Entspannen von Nacken und Schultern lindern - Eine
Migräneerfordert Ruhe in einem dunklen, leisen Raum
Wenn Sie tatsächlich einen Arzt aufsuchen müssen, können diese Beobachtungen dem Arzt präzisere Hinweise liefern und Ihnen helfen, Ihre Kopfschmerzprobleme schneller loszuwerden.
Ihr Körper spricht durch „Schmerz“ ständig zu Ihnen. Zu lernen, seine Sprache zu verstehen, ist der allererste Schritt zur Selbstfürsorge.